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Bis dass der Tod Euch scheidet… oder: Wie Mauern entstehen

Berlin, 10.08.2011 – Fast auf den Tag, 20 Jahre nach der feierlichen Trauung in der Puchheimer Kirche am 27. September 1991 wurde der Berufung im Scheidungsverfahren statt gegeben, das Urteil der ersten Instanz vom 13.Januar 2010 (Familiengericht München) in Sachen Versorgungsausgleich aufgehoben.
1975 hatten wir uns kennen- und lieben gelernt. 1976 fügten wir uns in unser Schicksal, ich war verheiratet, hatte drei Kinder. Erst nachdem ich mich getrennt hatte, 1986, fragte sie sich 1988 durch – und die Liebe blühte wieder auf.
Wenn zwei Menschen auseinandergehen hat das immer etwas auch mit Scheitern zu tun. Träume zerrinnen, ehedem gute Vorsätze blieben irgendwann einmal auf der Strecke. Und der Wille, einander treu zu bleiben – in guten wie in schlechten Tagen – scheiterte an der harten Realität des Alltags.

Getrennte Zukunft ...


Trotzdem wird eine Trennung viel zu oft zu einer wirklichen Tragödie, wird Liebe oftmals in Hass verwandelt: Auf die Welt, auf den einst geliebten Menschen, auf sich selbst…
Heute, sechs Jahre nach der Trennung, ist das bei mir alles überwunden. Ich will die oft mutwillig erscheinenden zugefügten Schmerzen vergessen. Nicht vergessen will ich und werde ich viele Jahre traumhafter Erinnerungen. Sie werden bleiben.
Und nicht vergessen werde ich, dass nur durch den tief empfundenen Schmerz der Trennung erst die Begegnung mit einem wundervollen Menschen möglich wurde, den ich sonst niemals bemerkt hätte. Das wäre ein noch schwererer Verlust gewesen. So aber habe ich gelernt, erinnernd zurück aber glücklich und dankbar nach vorn zu schauen, in ein gemeinsames und glückliches Happyend unseres Lebens.
An dieser Stelle lieben Dank an Freunde und Verwandte, die uns über diese schwere Zeit geholfen haben, die nicht an uns verzweifelt sind. Und einen unendlichen Dank an meine tiefe Liebe.
Allen Scheidungs-Opfern wünsche ich die Erfahrung gleichen Glücks und die Überwindung selbstzerstörerischer Trauer, die so oft in hasserfüllten Gedanken endet, Mauern nicht einreißt, sondern Mauern aufrichtet. Wir wissen heute um die Möglichkeiten, auch für unüberwindlich gehaltene Mauern zum Einsturz bringen zu können.

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Kategorien:2011, Begegnungen, Die andere Meinung Schlagwörter: , , ,
  1. Horst Anstatt
    11. August 2011 um 00:45

    So leb dein Leben ( My Way )

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